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Lilly verleiht den Quality of Life-Preis 2017

12.12.2017 16:43
Am 3. November fand die Verleihung des Lilly Quality of Life-Preises statt. Lilly ehrt somit schon zum 21. Mal Wissenschaftler für herausragende Arbeiten auf dem Gebiet der Lebensqualitätsforschung. Ein Thema, das auch in der Gesundheitsökonomie und Medizin in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen hat. Neben dem ersten Platz wurden dieses Mal gleich zwei zweite Plätze prämiert. Bewerbungen für den Lilly Quality of Life-Preis 2018 können bis zum 1. Juli 2018 eingereicht werden.

Den diesjährigen ersten Platz belegte Dr. Marion Rapp, Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin sowie Kinderchirurgie am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein. Sie untersuchte in der SPARCLE*-Studie, ob sich die Einschätzung zur Lebensqualität der Kinder mit Cerebralparese zwischen dem Kindes- und Jugendalter im Elternbericht veränderte und von welchen Faktoren diese Veränderung abhing. Rapp zeigte, dass die Lebensqualität bei Kindern mit Cerebralparese in den Domänen körperliches Wohlbefinden, Autonomie und soziale Akzeptanz konstant blieb, in sechs weiteren Domänen jedoch leicht absank. Dabei hing die Einschätzung der Lebensqualität nicht von der Behinderung, sondern von Verhaltensauffälligkeiten und akuten Schmerzen des Kindes sowie dem erlebten eigenen Erziehungsstress der Eltern ab. Laut Rapp sollten diese Faktoren im klinischen Alltag und in Studien in Zukunft mehr Beachtung finden. Insgesamt wurden 34 Arbeiten für den Wettbewerb eingereicht und von einer Jury, bestehend aus Prof. Dr. Elmar Brähler (Leipzig), Prof. Dr. Anne Karow (Hamburg), Prof. Dr. Thomas Kohlmann (Greifswald), Prof. Dr. Susanne Singer (Mainz) und Dr. Johannes Clouth, Senior Manager Health Economics bei Lilly Deutschland, bewertet.

In diesem Jahr wurden neben dem ersten Platz gleich zwei zweite Plätze prämiert: Dr. Julia Radosa und Dr. Annemarie Klingenstein teilen sich das Treppchen. Dr. Julia Radosa, Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe an der  Universitätsklinik des Saarlandes, untersuchte die Lebensqualität und Sexualfunktion premenopausaler Frauen nach laparoskopischer Myomtherapie aufgrund von uterinen Myomen. Hinsichtlich beider Parameter konnte eine signifikante Verbesserung nach erfolgter Therapie festgestellt werden.

PD Dr. Annemarie Klingenstein, Fachärztin an der Augenklinik und Poliklinik des Klinikums der Universität München, befasste sich mit der Lebensqualität von Patientengruppen mit malignem Melanom der Aderhaut nach operativer Entfernung des Augapfels und nach stereotaktischer Radiochirurgie. Die Ergebnisse legen bei vertretbarer medizinischer Indikation die Durchführung einer CyberKnife Radiochirurgie nahe.  

Seit 1998 wurde der Preis von Dr. Johannes Clouth betreut – etwas, was in der heutigen Arbeitswelt eher ungewöhnlich ist und eng mit seinem großen Interesse an der Thematik einhergeht. Im nächsten Jahr übergibt er diese Aufgabe an seine Kollegin Tatjana Senin. Die Bewerbungen für die Verleihung im nächsten Jahr können noch bis zum 1. Juli 2018 eingereicht werden.

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