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Apotheken zwischen angespannter wirtschaftlicher Lage und Mehrwertsteuersenkung

29.07.2020 10:23
Die Coronakrise ist auch im Juli weiterhin ein zentrales Thema in den Apotheken, so die im Rahmen des APOkix befragten 190 Apothekenleiter*innen. Doch mit dem Ende der Talfahrt der Geschäftslage gehen auch die anderen Herausforderungen, die durch die Coronakrise aufkamen, langsam zurück. So berichten im Juli nur noch 53 Prozent, dass sich das Problem der Lieferengpässe bei sehr häufig verordneten Medikamenten verschärft hat – zum Vergleich: Im April waren es noch 92 Prozent.

Zwei Drittel der Befragten bewerten das Konjunkturpaket der Bundesregierung als gut oder befriedigend. Jedoch glaubt nur ein Viertel der befragten Apothekenleiter*innen, dass die Mehrwertsteuersenkung eine gute Maßnahme sei, um die Gesundheitsausgaben der Bevölkerung zu senken. 92 Prozent sind der Meinung, dass die Zielsetzung der Mehrwertsteuersenkung, den Konsum in Deutschland anzukurbeln, im Arzneimittelbereich unangebracht ist. Grund dafür seien gesundheitliche Risiken, die mit einem Mehrkonsum an Arzneimitteln einhergehen können.

Mehrwertsteuersenkung nicht immer vollumfänglich weitergegeben

64 Prozent der Befragten geben an, dass sie die Preise in ihren Apotheken senken müssen – ob wirtschaftlich sinnvoll oder nicht – da dies die Erwartungen seitens der Kund*innen sei. Es können jedoch nur knapp die Hälfte der im Rahmen des APOkix befragten Apothekenleiter*innen die Mehrwertsteuersenkung in vollem Umfang an ihre Kund*innen weitergeben. Grund dafür ist die weiterhin angespannte wirtschaftliche Lage. Knapp 40 Prozent sind der Meinung, dass die Mehrwertsteuersenkung den Preiswettbewerb im Apothekenmarkt ankurbeln wird.

Talfahrt der Geschäftslage vorerst gestoppt

Im Vergleich zum Vormonat sinkt der Konjunkturindex für die aktuelle Geschäftslage im Juli nur gering um 0,2 Punkte auf 57,4 Punkte. Verglichen zum Vorjahresmonat, ist damit aber immer noch ein deutliches Minus von 18,5 Punkten zu verzeichnen. Eine Folge der Coronakrise bleibt weiterhin ein Rückgang der Kundenfrequenz. Die im Rahmen des APOkix befragten Apothekenleiter*innen schätzen im Juli die erwartete Geschäftsentwicklung in den kommenden 12 Monaten negativer ein als im Vormonat Juni. Der Index sinkt gegenüber dem Vormonat um 3,5 Punkte auf 52,1 Punkte. Gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht dies aber dennoch einem Plus von 1,2 Punkten.

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