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UCB-Befragung: Ärzte im Ansehen weiterhin ganz oben im Gegensatz zu Gesundheitspolitikern

09.08.2018 16:41
Ärzte sind für die Deutschen „Götter in Weiß“ – ihnen vertrauen sie fast bedingungslos. Ebenso der Wissenschaft. Patientenorganisationen erhalten hingegen weniger Zustimmung – und ganz hinten landen Politiker. Das sind die Ergebnisse einer repräsentativen Befragung von 1.000 Teilnehmern, die im Auftrag des biopharmazeutischen Unternehmens UCB durchgeführt wurde.

Ärzte genießen demnach unter den Akteuren im deutschen Gesundheitswesen das höchste Ansehen. 89 Prozent der Teilnehmer bewerten ihre Kompetenz als hoch. Auf Platz zwei des Rankings folgen Wissenschaftler, deren Fachwissen 86 Prozent der Befragten schätzen. Dritte sind Apotheker, von deren Expertise 79 Prozent überzeugt sind.

Krankenkassen landen auf dem vierten Platz. 71 Prozent der Bundesbürger vertrauen auf das Fachwissen der Kassen-Mitarbeiter. Außerdem bewerten 68 Prozent die Expertise in der Pharmaindustrie als hoch, bei 63 Prozent haben auch Patientenorganisationen ein gutes Ansehen. Lediglich 30 Prozent schätzen hingegen die Kompetenz von Gesundheitspolitikern als hoch ein. Besonders gering ist das Vertrauen der über 60-Jährigen in Gesundheitspolitiker. Nur 24 Prozent von ihnen bewerten deren Fachwissen positiv. Eine bessere Meinung haben vor allem die 30- bis 39-Jährigen. So genießen Gesundheitspolitiker immerhin bei 40 Prozent von ihnen ein hohes Ansehen.

Politiker sollen medizinischen Fortschritt vorantreiben

Trotz dieser im Vergleich recht niedrigen Werte sieht fast ein Viertel (24 Prozent) der Befragten Bundesregierung und Bundestag in der Pflicht, den medizinischen Fortschritt voranzutreiben. „Um Spitzenforschung in Deutschland leisten zu können, brauchen wir eine steuerliche Forschungsförderung, wie sie in den meisten Industrienationen bereits Standard ist“, sagt Peter Mitterhofer, Vorsitzender der Geschäftsführung der UCB Pharma GmbH. „Leider hat die Bundesregierung ihr Versprechen aus dem Koalitionsvertrag, eine solche Förderung einzuführen, bislang nicht in die Tat umgesetzt.“

Noch mehr als bei den Politikern sehen 27 Prozent der Befragten die Verantwortung für den medizinischen Fortschritt bei den Ärzten. Gerade einmal 16 Prozent der Befragten sagen, die Pharmaunternehmen seien dafür zuständig, dass es in der Medizin vorangehe. „Wissenschaft und Forschung müssen in Deutschland weiter gestärkt werden“, so Mitterhofer. „Dazu gehört auch die gezielte Förderung von Forschung und Entwicklung in Universitäten und Unternehmen."

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