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Montgomery: "Herausforderungen der Zukunft gemeinsam bewältigen"

14.03.2019 18:27
„Das heute vom Bundestag verabschiedete Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) enthält vernünftige Ansätze. Anders als in früheren Zeiten sieht es nicht nur neue Aufgaben für Ärztinnen und Ärzte vor, es vergütet sie zum Teil auch zusätzlich. Das Geld muss der Leistung folgen. Wenn die Politik auch künftig dieses Prinzip beherzigt, wäre für die Patientenversorgung viel erreicht", erklärt Bundesärztekammer-Präsident Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery anlässlich der Verabschiedung des Terminservice- und Versorgungsgesetzes im Deutschen Bundestag.

"Mit großer Sorge" betrachte man allerdings die zunehmenden Eingriffe des Staates in die Arbeit der Selbstverwaltung. Montgomery nennt dazu zwei Beispiele: "Staatliche Vorgaben zur Praxisführung  helfen niemandem, sie halten aber junge Ärztinnen und Ärzte von einer Niederlassung ab. Damit werden die selbstgesetzten Ziele der Koalition beim TSVG in ihr Gegenteil verkehrt." Auch die neuen Mehrheitsanteile des Staates in der Gesellschaft zum Aufbau der Telematik (gematik) schadeten mehr, als dass sie nützten.

Montgomery weiter: "Vor uns liegen enorme Herausforderungen, die die Politik nur gemeinsam mit der Selbstverwaltung meistern kann." Es gelte, der schleichenden Übernahme des Gesundheitswesens durch Großinvestoren Einhalt zu gebieten. Im TSVG fänden sich dafür nur erste Ansätze, die weiter ausgebaut werden müssten.

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