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Griff in die Mottenkiste?

04.03.2020 18:25
Wenn alle Bundesbürger gesetzlich versichert wären, würde die Gesetzliche Krankenversicherung jährlich ein finanzielles Plus in Höhe von rund neun Milliarden Euro erzielen. Der Beitragssatz könnte entsprechend je nach Szenario um 0,6 bis 0,2 Prozentpunkte sinken. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Berliner IGES Instituts im Auftrag der Bertelsmann Stiftung. Dabei wurde simuliert, wie sich Einnahmen und Ausgaben der GKV entwickeln würden, wenn alle bisher privat Versicherten in die Gesetzliche Krankenversicherung einbezogen wären. Die Ergebnisse stoßen dabei auf unterschiedliche Reaktionen – während Bernd Riexinger, Vorsitzender der Linkspartei, die Einführung einer solidarischen Gesundheitsversicherung als den „besten Weg“ zu einem guten Gesundheitssystem betrachtet, bezeichnet der Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt die Studie als „Griff in die ideologische Mottenkiste“.

Ausgabe 02 / 2020

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