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Effizienz allein hilft nicht

19.07.2017 15:20
Vor einiger Zeit ist in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ ein ganzseitiger Artikel erschienen, in dem die Autorin, Maria Frisé, ihre Erfahrungen bei einem Krankenhausaufenthalt in einer renommierten Klinik geschildert hat. Unaufgeregt und nüchtern beschrieb sie die geradezu fabrikhafte Atmosphäre des Hauses, das selten sichtbare, kontinuierlich überarbeitete Personal, die gehetzten Ärzte, die kaum einen Blick für den Patienten haben, sondern ganz auf Krankenakten und Computerdaten konzentriert sind. Die Autorin hob hervor, dass es sich um ein ordentlich geführtes Haus handelte, das freilich streng den heutigen Anforderungen an ein modernes Krankenhaus gehorchte. Wer sich im Bekanntenkreis umhört, der weiß, dass die meisten Patienten heutzutage eine Klinik so wahrnehmen. Effizient getrimmt, aber ohne wirkliche Zuwendung. Man ist froh, wenn man da schnell wieder raus kommt. „Blutig entlassen“, nennt das der Volksmund, und auch die Ärzte reden hinter der Hand nicht anders. Früher gab es mehr Pflegepersonal, Ärzte und Schwestern hatten Zeit, mit einem Patienten auch einmal zu sprechen, ihm beizustehen. Die Kranken blieben länger – bisweilen zu lang – in der Klinik. Das alles ist der Rationalisierung zum Opfer gefallen. Die Frage ist nun: Wie geht es weiter?

Ausgabe 04 / 2017

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