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Weltweite Wachstumstreiber für Generika

20.09.2016 16:19
Eine höhere Lebenserwartung, eine wachsende alternde Bevölkerungskohorte sowie das erhöhte Aufkommen von chronischen, lebensstilbedingten Krankheiten befördern den Gebrauch von Generika, denn Regierungen und Gesundheitsdienstleister versuchen Kosten einzudämmen. Auch bevorstehende Patentabläufe von wichtigen Medikamenten und eine vielversprechende Pipeline von Biosimilars der nächsten Generation und mit hoher Wertschöpfung werden für ein zweistelliges Wachstum für Generika sorgen. So lauten die Ergebnisse einer aktuellen Studie von Frost & Sullivan, die die globale Entwicklung des Generikamarktes unter die Lupe nahm.

Auf der anderen Seite stellen laut der Studienautoren ein zunehmender weltweiter Wettbewerb, Preissenkungsdruck und verschärfte Vorschriften Herausforderungen für die Marktteilnehmer dar. Hinzu komme, dass sowohl Fachpersonal als auch Patienten Markenarzneimittel den Generika vorziehen. Die Nutzung innovativer Produktionsplattformen zur Entwicklung von kostengünstigeren Biosimilars wie auch eines Produktportfolios zu Premiumpreisen könne Generikaunternehmen zu einem höheren Absatz verhelfen. Die Studie zeigt auf, dass die Nachahmerpräparate im Jahr 2015 einen Umsatz von 330,87 Milliarden US-Dollar erwirtschafteten und damit 37 Prozent des weltweiten Pharmamarktes beanspruchten. Die Umsätze werden laut der Experten von Frost & Sullivan bis Ende 2020 voraussichtlich auf 557,37 Milliarden US-Dollar anwachsen. Das Generika-Segment werde dementsprechend im angegebenen Zeitraum bei einer durchschnittlichen, jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von elf Prozent wachsen, während sich der globale Pharmamarkt lediglich um 9,8 Prozent CAGR steigern wird. Bis zum Jahr 2020 werden Spezialpharmazeutika und Biosimilars bis zu 70 Prozent der Generika ausmachen.

„Patentabläufe sowie der erhöhte Konsum von klassischen Generika drosseln die Arzneimittelkosten und zwingen die Industrie zu Investitionen in Spezialmedikamente“, erläutert Frost & Sullivan Transformational Health Industry Manager, Sanjeev Kumar. „Mit Hilfe von Innovationen und Technologie können Generika dahingehend verbessert werden, dass sie zusätzlichen Nutzen erbringen. Um sich daneben gegenüber dem Wettbewerb durchzusetzen, entwickeln sich einige Generikaunternehmen in den entwickelten Ländern von Herstellern von Formulierungen mit geringen Margen zu solchen mit hohen Margen.”

Die Vereinigten Staaten stellen laut Studie den größten Generikamarkt dar mit großen Gewinnspannen, einer hohen ärztlichen Verschreibungsrate von Generika sowie strikten Rechtsvorschriften über geistiges Eigentum. Die dortigen Einkaufspreise der Einzelhändler und das Preisniveau würden von der Nachfrage bestimmt. Europa könnte allerdings die bisherigen Spielregeln verändern, indem es frühzeitig auf die Einführung von Biosimilars setzt.

„Die nächsten großen Wachstumsmöglichkeiten bieten jedoch die aufkommenden Märkte”, fügt Kumar hinzu. „Die Verfügbarkeit von billigen Arbeitskräften, kostengünstige Produktionsmethoden, ausgebildetem Personal und einer soliden Infrastruktur machen Indien und China zu den beliebtesten Importmärkten für Generika aus den entwickelten Ländern.”

Während China aufgrund seines wirtschaftlichen Booms und einiger Gesundheitsreformen zum lukrativen Markt werde, so die Studienautoren, stelle Indien einen bedeutenden Markt für den Konsum wie auch die Herstellung von Generika dar. Das Land habe sich jährliche Exporte von über 40 Prozent in die USA zum Ziel gesetzt. Derzeit dominierten Markengenerika im indischen Markt und die Nachfrage werde sich nach der Einführung einer flächendeckenden Gesundheitsversorgung erhöhen.

Ausgabe 05 / 2016

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