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Big Data – Fluch oder Segen?

07.11.2014 10:03
Big Data ist in aller Munde, auch im Gesundheitswesen. Die wachsende Verbreitung elektronischer Krankenakten und deren Vernetzung in der Cloud erlaubt Einsichten in die Gesundheitsversorgung, von der Versorgungsforscher einst träumten. Vorbei die Zeit aufwändiger zusätzlicher Datenerhebungen, um dem Gesundheitssystem in praxi Erkenntnisse abzuringen. Hawthorne scheint besiegt: Wenn alles implizit beobachtet wird, wo soll sich dann noch ein Beobachter-Effekt einschleichen. Auch Repräsentativität sollte bei einer Vollerhebung kein Thema mehr sein. Im nationalen Gesundheitswesen in England ist dies heute bereits Realität. Über GPRD kann jeder, der ein berechtigtes Interesse nachweist, das System analysieren. Doch was sagen uns diese Daten? In wie weit wird Big Data uns helfen, Über-, Unter- und Fehlversorgung zu erkennen – und effektiv etwas dagegen zu tun? Ein Beitrag zur Kostendämpfung? Und wie war das noch mit dem „gläsernen Patienten“ – einst Politikum zu Zeiten der Einführung der Gesundheitskarte. Gemeinwohl versus Datenschutz: Auch hier geraten die Grenzen in Bewegung. Die neue Ära der Big Data bietet fraglos viele Chancen. Die Einordnung in bestehende Konzepte der Versorgungsforschung und die Nutzenbewertung von Therapien und Versorgungsprozessen steht jedoch erst am Anfang. Big Data wird erst Teil der Lösung, wenn aus diesen neuen Einsichten auch effektive Veränderungen im Handeln und Wirken aller Beteiligter folgen. Ob dies tatsächlich geschieht, kann uns dann wieder Big Data zeitnah zeigen.

Ausgabe 06 / 2014

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