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Corona-Pandemie: Ärzte und Pflegekräfte benötigen Unterstützung – statt Zwangsrekutierung ohne Schutz

31.03.2020 15:55
Wieland Dietrich, Vorsitzender der Freien Ärzteschaft (FÄ) betont: „Im Laufe der Corona-Pandemie haben sich bereits zahlreiche Freiwillige wie Ärzte aus dem Ruhestand, aus Medizinberufen Ausgestiegene und Medizinstudierende gemeldet, um bei der Bewältigung dieser Krise zu helfen“, beschreibt Wieland Dietrich, Vorsitzender der Freien Ärzteschaft (FÄ), das Engagement von Ärzten und Pflegekräften in Praxen und Krankenhäusern.

Dieses freiwillige Engagement sei enorm und dürfe keinesfalls durch Zwang ersetzt werden, sagte Dietrich am Montag, 30.3.20 in Essen.

Der FÄ-Chef nimmt damit Stellung zu einer Gesetzesinitiative in Nordrhein-Westfalen. Behörden könnten demnach Ärzte, Pfleger und Rettungskräfte verpflichten, mit gegen die Epidemie zu kämpfen. Der FÄ-Chef macht klar: „Das ist ein ganz falsches Signal an Ärzte, Pflegepersonal und Öffentlichkeit. Denn es mangelt nicht an deren Motivation, sondern an Schutzausrüstung, besonders auch in den Praxen der niedergelassenen Haus- und Fachärzte. Hier liegen die Versäumnisse eindeutig bei der Politik – und hier sind umgehend Lösungen gefordert. Es gilt auch das Recht auf Selbstschutz des stationär und ambulant tätigen Medizinpersonals, wie es etwa in den ärztlichen Berufsordnungen verankert ist.“

Der FÄ-Chef erwartet zudem, dass Entscheidungen darüber, welcher Arzt in welchem Bereich eingesetzt werden soll, nur von der Ärzteschaft selbst getroffen werden können. „Wer soll denn diese Kompetenz sonst haben? Die Politik hat in den vergangenen Jahren die ärztlichen Ressourcen in den Gesundheitsämtern immer weiter zurückgebaut. Das war ein fataler Fehler.“

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