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Debeka: Im zweiten Pandemie-Halbjahr mehr Behandlungen für Psyche

26.02.2021 14:50
Wirkt sich das Corona-Jahr 2020 negativ auf die Psyche aus? Unter dieser Fragestellung nahm die Debeka ihren Bestand an mehr als 2,4 Millionen privat Krankenversicherten unter die Lupe. Ein Maßstab dafür sind eingereichte Rechnungen für Psycho- und Verhaltenstherapie. Hier zeigt sich eine sehr deutliche Schwankung im vergangenen Jahr: Nach einem Rückgang im zweiten Quartal 2020, also in der Phase des ersten Lockdowns, stieg der Rechnungseingang beim größten privaten Krankenversicherer in Deutschland im zweiten Halbjahr kräftig an. Die größte Steigerung wurde im November verzeichnet - mit 26,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.

"Die Corona-Situation stellt die Menschen vor große Herausforderungen, denn unser Leben wird in weiten Teilen auf den Kopf gestellt", sagt Thomas Brahm, Vorstandsvorsitzender der Debeka Versicherungen. "Viele sagen, dass es ihnen zunehmend schwerfällt, damit umzugehen. Die Auswirkungen der Pandemie zeigen sich dementsprechend auch bei den eingereichten Rechnungen für psychotherapeutische Behandlungen."

In ihrer Analyse verglich die Debeka jeweils die Rechnungseingänge der einzelnen Monate 2020 mit denen der entsprechenden Monate in 2019. "Selbst wenn sich die Auswirkungen erst mit leichten Verzögerungen erfassen lassen, so ergibt sich bei der Debeka ein klares Bild", sagt Brahm. "Während in der Phase des ersten Lockdowns ein deutlicher Rückgang bei den Behandlungen zu verzeichnen war, sehen wir in den letzten Monaten des Jahres 2020 einen sehr starken Anstieg."

Das Gros der Rechnungen reichen die meisten Versicherten traditionell im Januar ein. Danach ist im Jahr 2020 die Anzahl der Belege für Psycho- und Verhaltenstherapiesitzungen ab Februar zunächst gesunken - und zwar im einstelligen Prozentbereich. In der Phase des ersten Lockdowns bis in den Mai dann sogar noch deutlicher. Ab Juni bis Dezember stieg die Anzahl der Rechnungen, im Herbst sogar in den zweistelligen Prozentbereich. So waren es für Oktober fast 12 Prozent mehr als im Vorjahresmonat, im November sogar 26,7 Prozent und im Dezember 12,4 Prozent. Eine deutliche Steigerung und Verlagerung. Insgesamt ist für das Jahr 2020 gegenüber dem Vorjahr beim Rechnungseingang für Therapien gegen psychische Leiden ein Zuwachs von 1,7 Prozent zu verzeichnen.

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