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Herzinsuffizienz in Deutschland: AstraZeneca unterstützt Aufbau eines klinischen Patient*innenregister

09.04.2021 10:01
AstraZeneca baut gemeinsam mit der Helios Kliniken Gruppe ein klinisches Patient*innenregister für Herzinsuffizienz auf. Das Register soll zukünftig wichtige Daten zur Herzinsuffizienz aus dem deutschen Versorgungsalltag verfügbar machen, um die Behandlungsqualität deutschlandweit zu verbessern. Der Aufbau des Registers soll von AstraZeneca langfristig finanziell unterstützt werden, während die inhaltliche Ausrichtung, Durchführung und Auswertung ausschließlich durch Helios erfolge.

In Deutschland leiden nach Unternehmensangaben rund 2,5 Millionen Menschen an einer Herzinsuffizienz und mit jährlich etwa 900.000 Neuerkrankungen nehme die Zahl der Betroffenen weiter zu. Hinzu komme, dass Herzinsuffizienz mit hohen Mortalitätsraten und häufigen Krankenhausaufenthalten assoziiert ist. Im Versorgungsalltag würden evidenzbasierte medikamentöse Therapien bei Herzinsuffizienz oft nicht oder nicht ausreichend dosiert eingesetzt. Patient*innen hätten infolgedessen eine schlechte Prognose und seien in ihrer Lebensqualität deutlich beeinträchtigt. Mit dem Herzinsuffizienz-Register der Helios Gruppe (H2-Register) soll die Behandlungsqualität für die Patient*innen auf Basis wissenschaftlich akkurater, über die stationär-ambulante Sektorengrenze hinweg erhobener Daten verbessert und so fundiertere Therapieentscheidungen ermöglicht werden.

„Wir sind davon überzeugt, dass die Schaffung einer integrierten, überregionalen und erweiterbaren Datenbasis für die Klärung relevanter Versorgungsfragen unerlässlich ist“, so Dr. Klaus Hinterding, Vice President Medical & Regulatory bei AstraZeneca Deutschland und Mitglied der Geschäftsleitung. Im H2-Register sollen Daten von volljährigen, stationär behandelten PatientInnen in Deutschland bezüglich klinischer Routinebehandlung und des individuellen Befindens erhoben werden. Das Register werde größtenteils digital aufgesetzt sein, um auch den zukünftigen Ansprüchen des deutschen Gesundheitswesens gerecht zu werden.

„Umfassende Real-World-Daten zur Herzinsuffizienz könnten hilfreich sein, liegen jedoch meist nur aus anderen europäischen Ländern vor. Entsprechend groß ist der Bedarf nach einem deutschlandweitenPatient*innenregister, das klinische Daten umfassend und qualitativ hochwertig erfasst. Das H2-Register ist daher ein wichtiger Meilenstein in der Entwicklung einer zukunftssicheren deutschen Evidenzlandschaft“, erklärt Hinterding. Aus diesem Grund engagiert sich AstraZeneca langfristig mit finanziellen Mitteln für den Aufbau dieses Herzinsuffizienz-Registers.

Helios könne die nötigen Strukturen für diese Prozesse bereitstellen sowie eine langfristige Funktionalität sichern und sei damit genau der richtige Partner für AstraZeneca, um etwas zu bewegen. Besonderen Wert legen die kooperierenden Unternehmen auf die wissenschaftliche Unabhängigkeit des Registers. Die inhaltliche Ausrichtung verantworte allein Helios unter Leitung von Prof. Dr. Dr. Andreas Bollmann am Leipzig Heart Institute. Die Datenerhebung erfolge auf Basis eines international anerkannten Outcome-Messdatensatzes (ICHOM), um hinsichtlich Vergleichbarkeit der Daten höchsten Qualitätsansprüchen gerecht zu werden.

Langfristige Perspektive: registerbasierte randomisierte klinische Studien aus Deutschland

Sowohl Helios als auch AstraZeneca verfolgen das Ziel einer langfristigen Verbesserung der deutschen Versorgungslandschaft – im Bereich Herzinsuffizienz und darüber hinaus. Es sollen dafür jährlich rund 4.000 Herzinsuffizienz-PatientInnen in das H2-Register aufgenommen werden. Die Rekrutierung und Datensammlung startet am Herzzentrum Leipzig. Im nächsten Schritt schließen sich neun weitere Helios Kliniken an. Zukünftig soll das H2-Register auch weitere Herzerkrankungen, wie Vorhofflimmern und koronare Herzkrankheit, erfassen. „Eine breite, langfristig angelegte und skalierbare Real-World- Datenbank könnte zudem für die Durchführung von registerbasierten randomisierten klinischen Studien nach schwedischem oder britischem Vorbild genutzt werden“, fasst Dr. Hinterding zusammen.

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