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Karliczek: Neuer Schwerpunkt für die Forschung zu psychischer Gesundheit und zu Kinder-und Jugendgesundheit

10.07.2020 10:44
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat mit den Förderrichtlinien vom 03. Juli 2020 die Bewerbungsverfahren für ein Deutsches Zentrum für Psychische Gesundheit sowie ein Deutsches Zentrum für Kinder- und Jugendgesundheit eröffnet. Damit können sich einschlägige deutsche Forschungseinrichtungen wie Hochschulen, Universitätskliniken, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und Ressortforschungseinrichtungen als Standorte für die künftigen Deutschen Zentren bewerben.

Die in einem wissenschaftsgeleiteten Verfahren ausgewählten Standorte werden für eine sechsmonatige Konzeptentwicklungsphase vom BMBF gefördert, um gemeinsam das Forschungskonzept für das jeweilige neue Deutsche Zentrum zu erarbeiten.

Dazu erklärt Bundesforschungsministerin Anja Karliczek: "Deutschland hat eine exzellente Gesundheitsforschung. Mit der Etablierung eines Deutschen Zentrums für Psychische Gesundheit sowie eines Deutschen Zentrums für Kinder- und Jugendgesundheit will ich zwei weitere wichtige Bereiche fördern, damit diese Themen noch stärker bearbeitet werden können. Psychische Erkrankungen sind in Deutschland weit verbreitet und sie sind für die Betroffenen und ihre Angehörigen häufig sehr belastend. Dennoch sind bei psychischen Erkrankungen Ursache und Mechanismen in vielen Fällen noch unzureichend verstanden, medikamentöse und nicht-medikamentöse Therapieverfahren zeigen oft nur begrenzt Wirkung."

Gebraucht würden in dem Zusammenhang wirksamere und am einzelnen Menschen ausgerichtete Präventions-, Diagnose- und Therapieverfahren. Die deutsche Forschungslandschaft sei zwar sehr gut aufgestellt - die Kompetenzen und Expertisen müssten jedoch gebündelt und weiterentwickelt werden. "Mit dem Aufbau eines Deutschen Zentrums für Psychische Gesundheit bringt die Bundesregierung daher die stärksten Kräfte der beteiligten Fachdisziplinen, beispielsweise aus Psychiatrie und Psychologie, zusammen und ermöglicht eine zielgerichtete, langfristige und praxisorientierte Zusammenarbeit. Forschungsergebnisse sollen rascher zu neuen Behandlungsansätzen weiterentwickelt werden, um so die Situation von Menschen mit psychischen Erkrankungen zu verbessern sowie die psychische Gesundheit der Bevölkerung mittelfristig zu stärken."

Ähnliches gelte für die Kinder- und Jugendgesundheit. Karliczek: "Bislang werden die Besonderheiten von Kindern und Jugendlichen in Forschung und Versorgung noch zu selten beachtet. So berücksichtigen etablierte Therapieverfahren die Entwicklungsstufen Heranwachsender oft nur unzureichend. Auch bieten die frühen Phasen des Lebens besondere Chancen, um Gesundheit zu fördern und die Entstehung von Erkrankungen langfristig zu verhindern - denn im Kindes- und Jugendalter wird oft die Basis für eine gute und überdauernde Gesundheit im Erwachsenenalter gelegt." Ziel des neuen Deutschen Zentrums für Kinder- und Jugendgesundheit werde es daher sein, "wirksamere und spezifische Präventions-, Diagnose- und Therapieverfahren für Kinder und Jugendliche zu erforschen, um die Versorgung und den Gesundheitsschutz von Kindern und Jugendlichen in Deutschland langfristig zu verbessern."

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