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Patientendaten sicher und intelligent nutzen

23.05.2019 11:44
Sechs Helmholtz-Zentren erforschen zukünftig gemeinsam, wie Patientendaten sicher und effizient verarbeitet werden können. Dabei stehen das Wohl der Patienten und der Schutz ihrer Privatsphäre im Mittelpunkt. Im neuen „Helmholtz Medical Security, Privacy and AI Research Center“ (HMSP) werden Forschende aus den Bereichen IT-Sicherheit, Datenschutz, Künstliche Intelligenz und Medizin zusammenarbeiten. Gemeinsam entwickeln sie Lösungen beispielsweise für die individualisierte Medizin.

Forscherinnen und Forscher weltweit sammeln täglich Patientendaten aus Blutproben, Röntgenbildern oder Genanalysen. Damit wollen sie beispielsweise neue Therapien für Volkskrankheiten wie Demenz, Krebs oder Infarkte entwickeln. Diese stets wachsenden biomedizinischen Datenmassen sicher und effizient auszuwerten, ist eine große Herausforderung für die Forschenden. Personalisierte Medizin ist längst ein Schlüsselthema für unsere Gesellschaft. Denn sie biete Patientinnen und Patienten vielversprechende Chancen auf neuartige, genau auf sie zugeschnittene Behandlungsmethoden. Daneben ist sie - angetrieben durch die rasanten Entwicklungen bei der Künstlichen Intelligenz (KI) - ein stark wachsender Markt. Personalisierte Medizin ist damit auch ein wichtiger Faktor für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Um diese Chancen zu nutzen, muss ein sicherer Umgang mit den dafür notwendigen Patientendaten gewährleistet sein. An diesem Ziel arbeitet das HMSP.

"Das Sammeln, Analysieren und Weiterentwickeln dieser riesigen medizinischen Datenbestände ermöglicht Forschern nie dagewesene Einsichten und eröffnet neue Wege. Dies in einer vertrauenswürdigen,
sicheren und effizienten Weise zu tun, erfordert gänzlich neue Methoden und interdisziplinäre Spitzenforschung", erläutert Professor Michael Backes, Gründungsdirektor des CISPA - Helmholtz Center for Information Security und Sprecher des HMSP. Dank neuartiger, am CISPA entwickelter Verfahren soll u. a. zukünftig eine effiziente Analyse und Verarbeitung von Patientendaten im verschlüsselten Zustand möglich werden.

Seit Herbst 2018 arbeitet das CISPA bereits mit den Wissenschaftlern des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) im Rahmen des HMSP zusammen. Inzwischen haben sich ihnen vier weitere Helmholtz-Zentren angeschlossen: das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ), das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI), das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) und das Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (HMGU).

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