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1. Nationale Krebspräventionswoche startet auf Initiative von Deutscher Krebshilfe und Deutschem Krebsforschungszentrum

11.09.2019 13:17
Etwa 40 Prozent aller jährlich in Deutschland diagnostizierten Krebsneuerkrankungen wären vermeidbar, würden alle wissenschaftlich belegten Maßnahmen zur Vorbeugung tatsächlich umgesetzt. Mit künftigen Erkenntnissen der Präventionsforschung lässt sich dieser Anteil nach Meinung von Experten noch weiter steigern. Eine neue strategische Partnerschaft zwischen dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und der Deutschen Krebshilfe soll das große Potenzial der Prävention weiter ausschöpfen. An der Pressekonferenz zum Auftakt der Kooperation nahmen auch Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung, sowie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn teil. Die Kooperation ist ein Beitrag des DKFZ und der Deutschen Krebshilfe zur Nationalen Dekade gegen Krebs.

Das DKFZ und die Deutsche Krebshilfe planen ein Nationales Krebspräventionszentrum mit einem Gebäude in Heidelberg. Hier sollen unter einem Dach die umfangreiche Präventionsforschung des DKFZ gebündelt werden sowie eine Präventionsambulanz und ein Informationszentrum entstehen. Zugleich sollen dort zielgruppengerechte Präventionsprogramme zum bundesweiten Einsatz entwickelt werden. Die Deutsche Krebshilfe fördert das Projekt mit 25 Millionen Euro.

Zum Auftakt der Kooperation rufen das DKFZ und die Deutsche Krebshilfe vom 10. bis 13. September 2019 die 1. Nationale Krebspräventionswoche unter dem Motto "Prävention ist machbar, Herr Nachbar! Aktiv gegen Krebs" aus. Damit wollen sie der Krebsprävention mehr Sichtbarkeit und öffentliche Aufmerksamkeit verschaffen. Mit ihren Beratungsdiensten - dem Krebsinformationsdienst KID und dem INFONETZ KREBS - starten sie in dieser Woche eine gemeinsame Telefonaktion

Im Rahmen der Pressekonferenz erklärte Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung: "Der Kampf gegen den Krebs fängt bei der Prävention an. Um im Kampf gegen Krebs stärker zu werden, haben wir gemeinsam mit vielen Partnern die Nationale Dekade gegen Krebs ausgerufen. In den nächsten zehn Jahren werden wir die Krebsforschung in den Fokus rücken und die Kräfte in Deutschland dazu bündeln. Einer unserer Schwerpunkte gleich zu Beginn der Dekade ist die Krebsprävention, denn das beste Mittel im Kampf gegen Krebs ist, ihn gar nicht entstehen zu lassen. Das neue Nationale Krebspräventionszentrum hat die Chance, eine tragende Säule der Dekade zu werden und dadurch die Menschen besser zu schützen."

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ergänzte: "Der Kampf gegen Krebs ist mit besserer Therapie allein nicht zu gewinnen. Wir brauchen auch bessere Vorsorge. Dabei kann das neue Krebspräventionszentrum helfen. Wir wollen wissen, was wirklich vorbeugen hilft und wie wir Menschen am besten erreichen. Durch Prävention kann mehr als jede dritte Krebserkrankung vermieden werden - und dadurch viel Leid für die Betroffenen und Angehörigen. Das ist Ansporn für uns, mehr Menschen von Vorsorgeuntersuchungen und gesunder Lebensweise zu überzeugen."

Die Weltgesundheitsorganisation WHO schätzt, dass sich etwa 40 Prozent aller Krebsneuerkrankungen allein durch konsequentes Umsetzen aller evidenzbasierten Maßnahmen der Primärprävention vermeiden ließen. Dazu zählen beispielsweise Nichtrauchen, viel Bewegung, eine ausgewogene Ernährung und ein geringer Alkoholkonsum. Hinzu kommen die Möglichkeiten der Sekundärprävention, also der Krebsfrüherkennung, mit der sich Tumoren in einem noch heilbaren Stadium entdecken lassen. "Auch Forschung zu Themen der Prävention und Früherkennung ist trotz ihrer enormen Relevanz innerhalb der Krebsforschung nach wie vor unterrepräsentiert, das gilt für Deutschland wie auch weltweit", sagte der DKFZ-Vorstandsvorsitzende Professor Dr. Michael Baumann. Um dieses Gebiet nachhaltig zu stärken, habe sich das Deutsche Krebsforschungszentrum und die Deutsche Krebshilfe zu einer strategischen Partnerschaft zusammengeschlossen.

 

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