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400 Millionen Euro: Roche baut Mannheimer Standort aus

17.09.2018 16:33
Roche baut mit Investitionen von über 400 Millionen Euro in fünf große Bauprojekte seinen Hightech-Standort in Mannheim aus. Heute weiht das Gesundheitsunternehmen die neuen Gebäude ein. Mit dabei: Prominenz aus Politik und Wirtschaft. „Es ist die größte Einzelinvestition in der Geschichte des Mannheimer Standorts“, sagt Roche-Verwaltungsratspräsident Dr. Christoph Franz über den Neubau für die Pharmaproduktion: Rund 170 Millionen Euro fließen in das Gebäude und die darin enthaltene hochflexible Abfüllanlage. Sie kann aktuelle Produkte des Unternehmens ebenso herstellen wie Wirkstoffe der Entwicklungspipeline.

„Wir produzieren hier in Mannheim unter anderem Krebsmedikamente der nächsten Generation für Patientinnen und Patienten in Deutschland und weltweit.“ Die Qualität der Produkte wird in einem ebenfalls neu gebauten Laborgebäude am Standort kontrolliert. Die Produktionsmengen bei Roche in Mannheim wachsen dank der steigenden weltweiten Nachfrage seit Jahren – das erfordert den Ausbau vorhandener Kapazitäten.

 

Digital auf die Überholspur

 

Weiteres Geld steckt der Konzern in eine neue Server-Farm und die Glasfaserinfrastruktur auf seinem Mannheimer Campus. Denn Roche treibt bereits seit einigen Jahren den Wandel zum digitalen Unternehmen voran.„Die Digitalisierung durchdringt immer größere Bereiche unseres Lebens – beruflich wie privat“, sagt Dr. Ursula Redeker, Sprecherin der Geschäftsführung der Roche Diagnostics GmbH in Mannheim. „Daten lassen sich etwa dafür einsetzen, Ärzte bei der Wahl einer Behandlung zu unterstützen und Patienten so die bestmögliche Therapie zu ermöglichen.“ Zudem digitalisiert und automatisiert Roche seine Prozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette, was zu besserer Qualität und höherer Effizienz führt. Selbst im Kundenkontakt setzt das Unternehmen zunehmend auf virtuelle Realität. In einem neuen Vertriebsgebäude kommen nicht nur rund 200 Mitarbeiter unter. Dort gibt es auch ein „Virtual Reality Lab“, in dem interaktive 3-D-Modelle Kunden einen Eindruck vermitteln, wie ihr mit Roche-Systemen ausgestattetes Labor künftig aussehen wird.

 

Der größte Kaltwasserspeicher Deutschlands – das fünfte eingeweihte Bauprojekt – deckt den steigenden Kaltwasserbedarf des Mannheimer Standorts. Der Speicher wird nachts gefüllt – dies optimiert den Energieeinsatz und sorgt dafür, dass die vorhandenen Kältemaschinen besser ausgenutzt werden. Auf diese Weise reduziere sich der jährliche Kohlendioxidausstoß um rund 1.100 Tonnen. Darüber hinaus setze Roche zu 100 Prozent auf grünen Strom und beziehe seine Energie zu über 90 Prozent aus nachhaltigen Quellen.

 

„Baden-Württemberg ist auch deshalb so einzigartig, weil es exzellente Krankenversorgung, ausgezeichnete Spitzenforschung und hervorragende Studien- und Lehrbedingungen mit einer sehr guten Industrielandschaft in Medizintechnik und Pharma verbindet. Internationale Forschungseinrichtungen, eine lebendige Gründerszene, gute Infrastruktur: die Metropolregion Rhein-Neckar bietet alles, was Unternehmen für wirtschaftlichen Erfolg benötigen. Wenn dieser dann noch mit Umweltbewusstsein und gesellschaftlicher Verantwortung daherkommt, dann ist das Nachhaltigkeit im besten Sinne“, sagt Manne Lucha, Minister für Soziales und Integration Baden-Württemberg.

 

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