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Digitale Gesundheitsanwendungen müssen GKV-Leistung werden

18.06.2019 11:11
Versicherte müssen einen Anspruch auf digitale Gesundheitsanwendungen haben, die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) muss sie finanzieren. Der Gesetzgeber hat das im Referentenentwurf zum „Digitale-Versorgung-Gesetz“ (DVG) auch genauso vorgesehen. Darauf verweist der Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller (BAH) im Zusammenhang der Verbändeanhörung zum DVG.

Der Gesetzgeber sieht vor, dass der konkrete Leistungsanspruch von Versicherten sowohl Software als auch andere, auf digitalen Technologien basierende Medizinprodukte mit gesundheitsbezogener Zweckbestimmung umfassen soll. Nur, wenn dafür eine Refinanzierung über die GKV erfolge, sei sichergestellt, dass der Aufwand der Hersteller digitaler Anwendungen angemessen vergütet werde und damit wirtschaftlich zu erbringen sei.

Der BAH verweist außerdem darauf, dass Medical Apps Medizinprodukte sind, die durch ein sogenanntes Konformitätsverfahren geprüft werden. Hier wird die EU-Medizinprodukteverordnung (MDR) ab Mai 2020 erweiterte Anforderungen etablieren. Insbesondere ist sicherzustellen, dass die Benannten Stellen, die dieses Verfahren durchführen, in ausreichender Zahl vorhanden sind. Sonst droht ein Flaschenhals, der die digitale Versorgung Versicherter völlig unnötig ausbremsen könnte.

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