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Sanofi-Gesundheitsrend: Gesundheitskompetenz der Bevölkerung teils ausbaufähig

11.09.2019 12:15
Nur jeder zweite Mensch in Deutschland ist mit seinem Wissen über gesundheitliche Aspekte zufrieden beziehungsweise sehr zufrieden. Zu dieser Erkenntnis kommt der Sanofi Gesundheitstrend. Dafür fragt das Meinungsforschungsinstitut Nielsen im Auftrag des Gesundheitsunternehmens Sanofi in regelmäßigen Abständen repräsentativ etwa 1.000 Menschen in Deutschland unter anderem zu ihrem gesundheitlichen Wohlbefinden. Im August lag der Fokus zudem auf der Gesundheitskompetenz der Befragten.

Vor allem ein Blick auf das Gesundheitsverhalten der Menschen hierzulande zeigt, dass Verbesserungspotential besteht: Jeder Fünfte (22 Prozent) vergisst manchmal, verschriebene Arzneimittel einzunehmen oder anzuwenden. Unter den Jüngeren zwischen 18 und 29 Jahre ist es sogar fast jeder Dritte (31 Prozent). Vier von zehn Menschen (41 Prozent) können nicht selbst einschätzen, ob sie wirklich krank sind, wenn ihnen etwas weh tut oder sie sich unwohl fühlen. Knapp jeder Fünfte (18 Prozent) sucht ein Krankenhaus oder den ärztlichen Notdienst auf, wenn er bei einem Facharzt nicht zeitnah einen Termin erhält. In so einem Fall die Terminvermittlung der Kassenärztlichen Vereinigungen zu nutzen, geben nur 15 Prozent der Befragten an. Auch wenn es darum geht, den Aussagen eines Arztes zu folgen, gibt es Schwierigkeiten: Jeder Fünfte (20 Prozent) versteht die Informationen nicht vollständig.

„Die Ergebnisse zeigen, dass nicht in der gesamten Bevölkerung die Fähigkeit besteht, Gesundheitsinformationen zu finden, zu verstehen, zu beurteilen und anzuwenden, um im Alltag angemessen über die eigene Gesundheit zu urteilen. Hierfür die Forschung voranzutreiben und Verbesserungsmaßnahmen zu entwickeln, hat sich der Nationale Aktionsplan Gesundheitskompetenz auf die Fahne geschrieben“, fasst Boris Graf zusammen. Er beschäftigt sich bei Sanofi in Deutschland mit Fragestellungen zur Förderung der Gesundheitskompetenz: „Es ist zum Beispiel wichtig, ein Verständnis für seinen Körper und darin ablaufende Prozesse zu entwickeln.“ Für den Arztbesuch sei es grundlegend wichtig, dass der Patient auch die Informationen des Gesprächs vollständig verstehe, und damit der Diagnostik und den Behandlungsempfehlungen folgen kann. „Wir sehen, dass hier Nachholbedarf besteht. Durch eine größere Gesundheitskompetenz des Patienten kann der Arzt in seiner Arbeit auch entlastet werden“, ergänzt Boris Graf. Er ist überzeugt, dass sich so das große Vertrauen in Ärzte, das auch der Sanofi Gesundheitstrend zeigt, zum Wohle des Patienten noch besser nutzen lasse.

„Vertrauenstriumvirat“: Hausarzt, Facharzt und Apotheke

Denn Hausarzt, Facharzt und Apotheke genießen das größte Vertrauen der Menschen in Deutschland, wenn es um Empfehlungen zu gesundheitlichen Aspekten geht. Mit 73, 72 und 61 Prozent führt das Triumvirat die Tabelle an. Krankenhaus (49 Prozent), Krankenkasse (44 Prozent) und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (41 Prozent) setzen die Liste fort.

Weniger vertrauen die Befragten neueren Quellen: Als „sehr vertrauensvoll“ und „vertrauensvoll“ bezeichnen 13 Prozent der Menschen hierzulande Informationsportale im Internet, 12 Prozent Self-Tracking-Gadgets, 10 Prozent Gesundheitsapps und 7 Prozent Sprachassistenten. Der Anteil ist unter den jungen Befragten größer: 25 Prozent der 18-29-Jährigen vertrauen Self-Tracking-Gadgets, 20 Prozent Gesundheitsapps und 18 Prozent Sprachassistenten. „Digitale Informationsquellen können Patienten zusätzliches Gesundheitswissen vermitteln und im Gespräch mit dem Arzt auf ähnliche Augenhöhe heben. Das kann das Verständnis füreinander steigern und dem Patienten helfen, die Informationen des Arztes leichter zu verstehen“, so Boris Graf. Wichtig sei es dabei, die Quellen – vor allem im Internet - auf ihre Zuverlässigkeit hin zu prüfen. Auch das gehöre laut Boris Graf zur Gesundheitskompetenz und erfordere einen bewussten Umgang mit Quellen und Informationen, vor allem bei einem sensiblen Gut wie der Gesundheit.

Die Nutzung digitaler Quellen etabliert sich in der Bevölkerung zunehmend: So finden aktuell 44 Prozent die neuen digitalen Informationskanäle (z.B. Webseiten, Apps) zur Beschaffung von Gesundheitsinformationen hilfreich. Bei den jungen Befragten zwischen 18 und 29 Jahren ist es jeder Zweite (51 Prozent). Selbst bei den über 60-Jährigen sagen das auch 41 Prozent. Fast die Hälfte der Menschen (48 Prozent) in Deutschland sucht im Internet nach möglichen Ursachen, wenn sie gesundheitliche Beschwerden haben. Die 18-29-Jährigen sind besonders aktiv: Hier sind es 63 Prozent. Vier von zehn Befragten (42 Prozent) informieren sich vor einem Arztbesuch über eine mögliche Erkrankung, um mit dem Arzt auf Augenhöhe sprechen zu können.

Mehr Menschen fühlen sich wohl als noch vor drei Monaten

Neben dem aktuellen Fokus auf die Gesundheitskompetenz der Menschen in Deutschland ermittelt der repräsentative Sanofi Gesundheitstrend auch deren gesundheitliches Wohlbefinden. Annähernd die Hälfte (49 Prozent) der Menschen hierzulande fühlt sich aktuell wohl. Das sind 5 Prozentpunkte mehr als noch vor drei Monaten. Insbesondere 18-39-Jährige beantworten diesmal die Frage „Wie geht es Ihnen“ überdurchschnitt häufig mit „sehr gut“ beziehungsweise „gut“: 63 Prozent im Vergleich zu 42 Prozent bei den über 40-Jährigen.

Die gegenüber dem letzten Quartal gestiegene Zufriedenheit spiegelt sich auch in einzelnen gesundheitlichen Aspekten wider: An der Spitze stehen erneut die persönliche geistige Leistungsfähigkeit (69 Prozent) und die persönliche medizinische Versorgung (61 Prozent). Weiterhin überdurchschnittlich schlecht schneidet der Einfluss der Umwelt auf die persönliche Gesundheit ab (32 Prozent). Auch mit der eigenen körperlichen Leistungsfähigkeit (43 Prozent) und dem Einsatz neuer Technologien für die eigene Gesundheitsversorgung (40 Prozent) zeigen sich die Befragten weniger zufrieden - wenn auch zufriedener als im Vorquartal.

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